Fallpauschalen: Wie eine Reform nach hinten losging
Mittwoch, 09. September 2026
Aktuelle Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIDO).
Die Neuregelung der Fallpauschalen durch Hybrid-DRGs im Jahr 2024 sollte dafür sorgen, dass mehr Eingriffe ambulant erfolgen und Kosten gespart werden. Tatsächlich stiegen die Ausgaben 2025 jedoch um 360 Millionen Euro, wie eine Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) zeigt. Grund dafür ist ein unerwünschter Mengeneffekt durch die Reform: „Die starken Vergütungsanreize lösen vor allem im vertragsärztlichen Bereich einen enormen Anstieg der Fallzahlen aus“, sagt WIdO-Forscher David Scheller-Kreinsen. AOK-Chefin Carola Reimann fordert angesichts der Ergebnisse der Untersuchung niedrigere Pauschalen.
